Allgemein, Blende 8

„Palästina ist auch meine Verantwortung“

„Palästina ist eure Verantwortung“.

Als ich den angesprühten Spruch an der Wand las, war mir klar: Ich möchte etwas für die 2 Millionen Palästinenser tun, die Stück für Stück aus ihrer Heimat, ihren Wohnstätten vertrieben, vestoßen und ausgehungert werden. Meine Informationen zur Lage in Isreal und Palästina habe ich fast ausschließlich durch die TAZ erhalten, sowohl Online als auch in ihrer gedruckten Wochenendausgabe.

Zuerst habe ich mir den Plan gemacht, einzelne mediale Argumentationsstränge zum Konflikt in unterschiedlichen internationalen Medien anzuschauen. Gezeigt werden sollte das menschenverachtende Unrecht der israelischen Regierung in Gaza. Ich wollte nun sehen und herausarbeiten, welche Medien weltweit noch bereit sind, den Argumenten dieser staatlichen Gewalt in dem Maße Folge zu leisten. Ich wollte sehen, was wie unser westliches, persönliches Anstandsempfinden noch erlaubt.

Aber wenn das Ergebnis schon vor der Untersuchung fest steht oder das Ergebnis den Opfern in ihrem Kampf um ihre Heimat und um ihr bloßes Überleben keinen Meter weiter hilft, dann kann man sich diese Wortuntersuchungen und Medienforschung auch sparen und den großen Plan Theorie halt sein lassen. Dafür habe ich dieses Zeugs dann nicht studiert um das Gelernte in seiner Anwendung so nutzlos zu verpulvern.

Stattdessen habe ich eine NGO gesucht mit der Hoffnung den Menschen in Palästina und vor allem den Kindern zu helfen. Ich habe mich für UNICEF entschieden und dabei wurde mir gezeigt, dass es noch einige weitere Krisengebiete auf der Welt gibt, an denen Kinder unsere Geldspenden brauchen. Also spendete ich so, dass das Geld dort eingesetzt werden soll, wo es gerade am meisten fehlt. Aber es gibt wahrscheinlich noch viele weitere Organisationen, die immer noch versuchen an den USA und der israelischen Regierung vorbei Menschenleben zu retten und ein ganzes Volk nicht durch Aushungern zur Flucht zu zwingen.

Für nähere Informationen empfehle ich unter anderem folgende Links zur TAZ:

https://taz.de/Sonderbeauftragter-fuer-Recht-auf-Nahrung/!6087028/

https://taz.de/Humanitaere-Hilfe-im-Gazastreifen/!6087655/

Allgemein, Blende 8, Leser und Sammler, Welt und Würfel

„ein Klavier, ein Klavier!“

Es singt für sie heute, mein Gedicht, nein nicht mein Gewicht und auch nicht mein Gesicht:

Mann sieht den Blick vor lauter Säulen nicht.

Mann sieht Gewalt vor lauter Keulen nicht.

Man sieht Gewalt vor lauter Beulen nicht.

Mann sieht Gewalt vor lauter Heulen nicht.

„Schade, kleine Made“ von Heinz Erhardt

„und wenn ich dann noch traurig bin, dann fange ich an von vorn.“

seine Zugabe.

Dankeschön. Danke.

Allgemein, Blende 8

„DU dumme Pflanze“

(Quelle: Kind in einem Alter zwischen 2 und 4)

Wir leiden immer noch unter dem Ginko – , Farn – Streit, welche von beiden die erste Pflanze auf der Erde war. Wir haben dadurch mindestens 2 DINGE bekommen: 1. Fasern und 2. „Faserland“. Ist das nicht völlig abgefahren??? … Autor von Faserland ist aus der absoluten Oberschicht. Es ist nichtsdestotrotz ein gutes literarisches Werk. Völlig langweilig, depriemiert und noch tossterbenslangweiliger als alles, was ich vorher zum Lesen vorgesetzt bekommen habe. Gut gemacht Herr Autor. Die Intention eines Autors ist und bleibt wichtig. um Schwarz und Weiß immer richtig einstufen zu können. Punkt.

Allgemein, Blende 8

Und was habe ich davon?

Warum es so wichtig ist, die Menschenwürde und die Grundrechte zu verteidigen.

In ein paar vorherigen Beiträgen habe ich darauf hingewiesen, dass es wichtiger ist die Menschenwürde zu verteidigen als Deutschland national zu unterstützen. Das erscheint erstmal logisch, aber es ist gar nicht mal so einfach zu erklären.

Was passiert, wenn wir versuchen einen Gedanken zuzulassen, den wir Linksgrünen auf gar keinen Fall wahrhaben möchten:

Was wäre, wenn es dem deutschen Staat durch die Deportation von einzelnen Bevölkerungsgruppen und mit der Versklavung von Geflüchteten im internationalen Wettbewerb wirtschaftlich tatsächlich besser geht als sich an die Menschenrechte zu halten? Wäre es nicht möglich, dass deutsche Bürger*innen durch die Unterdrückung von Migrant*innen und den Schießbefehl an der Grenze enorm profitieren könnten? Können wir angesichts der Klimakrise nicht viel mehr Deutsche retten, wenn unsere Politik für die Deutschen Politik macht und nicht für die Weltgesellschaft?

Das alles klingt schon sehr grauenvoll, aber vielleicht gibt es ja doch noch Vernunftargumente, wenn schon eine grundsätzliche Empathie in unserem Szenario völlig abhanden gekommen ist. Selbst wenn hier ein weiterer wirtschaftlicher oder Status erhöhender Vorteil entstehen kann, bin ich der festen Überzeugung, dass es der Bevölkerung in diesem Zukunftsszenario an Zufriedenheit fehlen wird.

Warum ist das anzunehmen?

  1. Weil schon jetzt in unserer postkolonialen Welt zwischen der Nord- und Südhalbkugel große konfliktbeladene Machtdifferenzen herrschen. Gesellschaften, in denen es die geringsten sozialen Unterschieden zwischen Reichen und Armen gibt, sind nachgewiesenermaßen die glücklichsten. Wenn wir es also schaffen durch Steuern und faire Preise in der Wirtschaft unseren Wohlstand aneinander anzugleichen, schaffen wir insgesamt bessere Lebensbedingungen.
  2. So wie ein System mit einer Arbeitskraft eines Menschen umgeht, so geht es auch mit den natürlichen Ressourcen ihrer Umwelt um. Heißt also, eine Politik, die Arbeiter*innen als Menschen respektiert, der respektiert auch den Wert der Natur und arbeitet in/mit ihr umweltschonend/schützend. So sichert dieses Miteinander ein Überleben für kommende Generationen.
  3. Um sozialdemokratische Politik zu machen, benötigt es eine politische Orientierung an den Werten der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit wie sie in der französischen Revolution auf den Punkt gebracht wurden. Ohne die Absicht einer internationalen Umsetzung, verlieren diese Ziele national an Gewicht vor dem Gesetz bis sie schließlich ganz wertlos verhallen.
  4. Gesetze und eine Politik, die nicht nach bestem moralischen Wissen und Maßstab gemacht worden sind, werden den Rechtsschutz der Bürger*innen schwächen. Wenn sich der Staat als erstes selbst verteidigt und als zweites den Menschen, wird es selbst für die Bürgerinnen und Bürger dieses Staates ungerechter. Denn von da an ist der Staat und nicht der einzelne Bürger die wahre Nummer 1 in diesem Rechtssystem.

Das heißt also: wer die Würde von Menschen zum Zwecke der eigenen Besserung missbraucht, verspricht sich dadurch Vorteile, die aber nicht als gesichert gelten können. Sicher ist aber, dass man selbst an Macht einbüßt, denn auch die eigene Menschenwürde wird durch die eigene Wahl eines solchen Systems nur auf dem zweiten Platz degradiert. Eine Nation braucht keine Bäume, keine Nahrung, Kultur, Bildung oder Wissenschaft. Eine Nation braucht nur Polizei und Militär. Wenn eine Nation den ersten Platz im Rechtssystem bekommt, dann werden wir auch genau das bekommen, was eine mächtige Nation braucht. Und nicht das, was sich die Menschen, die dort leben, wünschen würden. Also Augen auf bei der nächsten Wahl.

Sei die Nummer eins. Wir sind es uns wert.

Blende 8

„Dear future husband“

da Meghan Trainors Wünsche an ihren Beziehungspartner in ihrem Song für mich noch viel zu Wünschen übrig lassen, möchte ich eine eigene Wunschliste meiner Traumbeziehung erstellen:

Charakterliche Welthaltung: respektvoller Umgang gegenüber Menschen, der Gesellschaft, Tieren und der Natur

Selbstständiger Zeitvertreib: in einer Partnerschaft sollten beide Zeit ohne den anderen verbringen können, eigenen Interessen und Hobbys nachgehen. Als Partnerin freue ich mich darüber, dass mein Freund einen guten Freundeskreis hat und mit diesen Leuten auch Zeit verbringt und Spaß hat. Dasselbe kann ich dann auch von meinem Partner mir gegenüber erwarten.

Keiner muss wie ein Entertainer die Beziehung dauerhaft spannend und unterhaltsam gestalten. manchmal ist es auch schön an einem einfachen Ort ohne große Aktion das Zusammensein wertzuschätzen. das Lied „Frankfurt Oder“ von Bosse handelt von so einer gemeinsamen Beziehungszeit.

Es ist mir wichtig, dass ich mit meinem Partner respektvoll streiten kann. der Streit kann laut sein, wichtig ist mir eher, dass es fair bleibt und wir beide gedanklich überprüfen, ob die andere Person recht haben könnte und der Fehler bei einem selbst lag. Dafür benötigt es eine grundlegende selbstbewusste Kritikfähigkeit: die Fähigkeit eigene Fehler zuzugeben, sich ehrlich beim anderen zu entschuldigen und wenn nötig eine Wiedergutmachtung zu leisten.

Eigenständige Gesundheitsversorgung: Ich habe eine psychische Erkrankung. Das erschwert eine Beziehung, es ist aber noch kein Beziehungsaus. Meine Freunde tun mir gut, trotzdem sind sie nicht meine Ärzt*innen. In bestimmten Phasen der Krankheit bin ich anstrengend und belastend für andere, das lässt sich kaum vermeiden. Der Umgang mit der Krankheit liegt aber immer in meiner Verantwortung. Die Unterstützung meiner Freunde ist hierbei keine Selbstverständlichkeit. Ich sollte sie daher nur im äußersten Notfall um Hilfe bitten. Das heißt vorher alle ärztlichen und therapeutischen Hilfemöglichkeiten zu nutzen, bevor man einen Freund/den Partner belastet.

Sportsgeist: ein/e gute/r Verlier/in sein können; manche Menschen können einen nur dann aufbauen, wenn sie selbst mit ihren eigenen Erfolgen über einem stehen. Ein aufrichtiges Lob und die Freude über etwas, dass der/die Parter*in erreicht hat und indem sie/er besser ist als man selbst, kommt dagegen weniger häufig vor. Das ist schade. Man sollte auch gönnen können.

Absprache bei großen finanziellen Kosten

eine ausgeglichene Arbeitsteilung im Haushalt: Ordnung zu halten, zu putzen und zu kochen

ähnliche langfristige Ziele im Leben: wo wollen wir wohnen? suchen wir eine oder mehrere Beziehungspartner*innen? Familie? Arbeit und Karriere? gemeinsamer Urlaub?

Blende 8

Klang-Farben und Farbtöne

Seit ein paar Wochen sehe ich die Menschen um mich herum mit anderen Augen und höre Musik anders. Es ist eine verspielte Träumerei und soll einfach nur Spaß machen, nichts davon sind felsenfeste Fakten. Also los geht’s mit ein bisschen Synästhesie:

  • regenbogenfarben, 0
  • gelb, Montag, Vögel, Klavier, 1
  • blau, Dienstag, Katzen, Blasinstrumente, 2
  • rot, Mittwoch, Hunde, Trommeln, 3
  • lila, Donnerstag, Huftiere, Streichinstrumente, 4
  • grün, Freitag, Bären, Mundharmonika, Dudelsack, Akkordeon, 5
  • orange, Samstag, Hasen, Affen, Gitarren, 6
  • weiß; Sonntag, 7
  • schwarz, 8
  • braun, 9
  • grau, 10