von Prinz Harry
Das Buch gibt eine hervorragende Auskunft über ein paar schöne Erinnerungen aus Harrys Leben, seinem beruflichen Werdegang im Militär und vor allen Dingen auch die Schattenseiten als Berühmtheit, dessen Leben von Geburt an im medialen Interesse benutzt wird.
Die deutlichste Botschaft aus Prinz Harrys selbstverfasster Biographie ist der Umgang der Medien mit den Mitgliedern der britischen Königsfamilie. Der Tod seiner Mutter Lady Diana hinterließ bei ihm ein Trauma, das er erst als Erwachsener in einer Therapie versucht hat aufzuarbeiten. Als die Medien Jagd auf seine Frau Meghan und ihre Familie machten, kam es zu einer Re-/Traumatisierung. Es war für Prinz Harry keine Option mehr, den Rat seiner Familie zu befolgen, einfach abzuwarten bis die Medien sich ein neues Opfer suchten. Es musste endlich öffentlich klargestellt werden, dass sie keine Beute sind die man jagen und abknipsen kann. Außerdem waren die Medien voller dreister Lügen und gewollter Übertreibungen und Fehlinformationen oder sie waren schlichtweg rassistisch.
So berichtet Prinz Harry in Teil 3 Kapitel 19 vom Anfang des Shitstorms gegen seine Frau Meghan:
„In jenen ersten Stunden und Tagen im November 2016 wurde alle paar Minuten ein neuer Tiefpunkt erreicht. Ich war schockiert und schalt mich dafür, dass ich es war. Und dafür, unvorbereitet zu sein. Ich hatte mich für den üblichen Wahnsinn gewappnet, für die gängigen Verleumdungen. Was ich jedoch nicht erwartet hatte, war das Ausmaß an hemmungsloser Verlogenheit.
Vor allem war ich nicht auf den Rassismus vorbereitet. Auf beide Arten, den versteckten, unterschwelligen Rassismus und den unübersehbaren, vulgären, grellen Rassismus.“ (Reserve S.369)
Sobald die Medien über jemanden berichten, glaubt man als Unbeteiligter: 1. ok die Story hier ist sehr privat, aber die Stars bekommen dafür ja auch was: Aufmerksamkeit und Geld. Klar brauchen sie dann rund um die Uhr Bodyguards aber das ist halt der Preis dafür reich und berühmt zu sein. Oder 2. :das klingt ja sehr an den Haaren herbeigezogen, aber dahinter verbirgt sich bestimmt ein wahrer Kern. — Dem ist hinzuzufügen, 1. Nein, kein Geld der Welt rechtfertigt es einen solchen öffentlichen Rufmord zu begehen und sich dadurch selbst zu bereichern und 2. Nein. Das meiste ist gelogen.
Harry und Meghan haben in ihrem Kampf um persönliche Sicherheit und Privatsphäre die britischen Titel abgegenen und das zu den für sie denkbar schlechtesten finanziellen Bedingungen. Sie haben dieses Ausmaß an Medienterror und Verleumdung nicht gewollt, sondern sich so gut es geht dagegen gewehrt.